Ein Auto-Abo wird in Österreich immer beliebter. Statt ein Auto zu kaufen oder langfristig zu leasen, zahlen Kund:innen eine monatliche Pauschale und nutzen das Fahrzeug flexibel. Viele laufende Kosten sind dabei bereits enthalten.
Die wichtigste Frage lautet jedoch: Wie ist das Auto-Abo versichert – und wer zahlt, wenn ein Schaden passiert?
Bei einem Auto-Abo ist die Versicherung in der Regel bereits im monatlichen Preis enthalten. Meist sind Kfz-Haftpflicht und eine Kasko-Versicherung inkludiert. Entscheidend sind aber immer Anbieter, Vertragsbedingungen, Selbstbehalt und mögliche Ausschlüsse.
| Frage | Kurzantwort |
|---|---|
| Versicherung enthalten? | In den meisten Auto-Abos ja. |
| Pflichtversicherung | Die Kfz-Haftpflicht ist normalerweise inkludiert. |
| Kasko-Schutz | Häufig ist Teilkasko oder Vollkasko enthalten. |
| Selbstbehalt | Bei Kasko-Schäden fällt oft ein Selbstbehalt an. |
| Wichtig | Vertrag, Ausschlüsse und Schadenregeln genau prüfen. |
Ein Auto-Abo ist eine flexible Alternative zu Kauf und Leasing. Gegen eine monatliche Gebühr erhalten Sie ein Fahrzeug, das Sie für einen bestimmten Zeitraum nutzen können. Viele laufende Kosten sind bereits im Abo-Preis enthalten.
Meist müssen nur Treibstoff- oder Stromkosten zusätzlich selbst bezahlt werden.
In den meisten Fällen: Ja. Viele Auto-Abo-Anbieter integrieren die Versicherung direkt in die monatliche Rate. Dadurch müssen Kund:innen nicht selbst eine eigene Kfz-Versicherung abschließen.
Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung ist praktisch immer enthalten. Sie übernimmt Schäden, die Sie mit dem Abo-Fahrzeug anderen Personen oder fremdem Eigentum zufügen.
Beispiele:
Viele Auto-Abos enthalten zusätzlich eine Kasko-Versicherung. Diese schützt – je nach Vertrag – auch das Abo-Fahrzeug selbst.
Typische Kasko-Themen sind:
Wichtig: Die genauen Leistungen unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich.
Wer den Schaden bezahlt, hängt davon ab, wer den Unfall verursacht hat und welche Versicherung im Auto-Abo enthalten ist.
Wenn Sie selbst einen Unfall verursachen, übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung die Schäden des Unfallgegners. Für den Schaden am eigenen Abo-Fahrzeug kommt – sofern vorhanden – die Kasko-Versicherung auf. In vielen Fällen müssen Sie jedoch einen Selbstbehalt bezahlen.
Wenn eine andere Person den Unfall verursacht, ist in der Regel deren Haftpflichtversicherung zuständig. Diese übernimmt normalerweise den Schaden am Abo-Fahrzeug. Trotzdem sollten Sie den Schaden immer sofort dem Auto-Abo-Anbieter melden.
Bei Parkschäden, Fahrerflucht oder Schäden durch unbekannte Täter kommt es besonders stark auf die Vertragsbedingungen an. Entscheidend ist, ob eine passende Kasko-Versicherung enthalten ist und ob solche Schäden im Vertrag gedeckt sind.
Der Selbstbehalt ist jener Betrag, den Sie im Schadenfall selbst bezahlen müssen. Die Versicherung übernimmt nur den darüber hinausgehenden Schaden.
Gerade beim Vergleich verschiedener Auto-Abos sollte daher nicht nur die monatliche Rate betrachtet werden, sondern auch die Höhe des Selbstbehalts.
Auch wenn beim Auto-Abo viele Leistungen inkludiert sind, gibt es wichtige Ausschlüsse. Nicht jeder Schaden wird automatisch übernommen.
Ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen ist daher unbedingt empfehlenswert.
Ob ein Auto-Abo sinnvoll ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Situation ab. Wer maximale Flexibilität möchte und möglichst wenig organisatorischen Aufwand haben will, kann vom Auto-Abo profitieren.
Bevor Sie ein Auto-Abo abschließen, sollten Sie besonders auf diese Punkte achten:
Tipp
Vergleichen Sie Auto-Abos nicht nur nach der monatlichen Rate. Versicherungsschutz, Selbstbehalt, Kilometerpaket und Rückgabebedingungen können am Ende einen großen Unterschied machen.
In den meisten Fällen nein. Die Versicherung ist normalerweise bereits im monatlichen Preis enthalten. Trotzdem sollten Sie prüfen, welche Versicherungsleistungen genau eingeschlossen sind.
Häufig ja, aber nicht immer. Manche Anbieter inkludieren eine Vollkasko, andere nur bestimmte Kasko-Leistungen. Details stehen im jeweiligen Vertrag.
Ja, bei vielen Auto-Abos gibt es einen Selbstbehalt für Kasko-Schäden. Die Höhe kann je nach Anbieter und Fahrzeug deutlich variieren.
Bei einem selbst verschuldeten Unfall übernimmt die Haftpflichtversicherung die Schäden des Unfallgegners. Schäden am Abo-Fahrzeug werden nur übernommen, wenn eine passende Kasko-Versicherung besteht. Meist fällt ein Selbstbehalt an.
Das hängt vom Anbieter ab. Viele Anbieter erlauben Fahrten innerhalb Europas, verlangen aber eine vorherige Zustimmung oder bestimmte Nachweise.
Die Kündigungsfristen unterscheiden sich je nach Anbieter. Viele Auto-Abos sind jedoch flexibler als klassische Leasingverträge.
Ein Auto-Abo kann eine attraktive Alternative zu Kauf oder Leasing sein. Besonders praktisch ist, dass Versicherung, Wartung, Service und weitere Kosten häufig bereits in der monatlichen Rate enthalten sind.
Trotzdem sollten Sie vor Vertragsabschluss genau prüfen, welche Versicherung inkludiert ist, wie hoch der Selbstbehalt ausfällt und welche Schäden ausgeschlossen sind.
Wer nur auf den monatlichen Preis achtet, übersieht schnell wichtige Kostenrisiken im Schadenfall.
